Berliner Wirtschaft 5/2018
UNTERNEHMEN & MÄRKTE 57 BERLINER WIRTSCHAFT 05/18 FOTO: CHRISTIAN KRUPPA Nachbarschaftlich in die Zukunft Außenwirtschaftskonferenz: Mit einer gemeinsamen Strategie als Wirtschaftsregion könnten Berlin und Brandenburg ihre Wahrnehmung im Ausland verbessern » Von Katharina Zalewski M ehr als 160 ausländische Gäste sowie Unterneh- men aus Berlin und Brandenburg besuchten die diesjährige Außenwirtschaftskonfe- renz im Ludwig Erhard Haus. Im Fokus standen die außenwirtschaftliche Aus- richtung der Länder Berlin und Bran- denburg sowie die Vorstellung des Berli- ner Außenwirtschaftskonzepts. Deutlich wurde, dass eine gemeinsame Strategie als Hauptstadtregion sinnvoll ist, wenn Berlin und Brandenburg als Wirtschafts- standort im Ausland wahrgenommen werden wollen. Schon beim Grußwort stellte IHK-Präsidentin Dr. Beatrice Kramm fest: „Angesichts der Bedeutung des Au- den ausländischen Absatzmärkten ver- danke. Vor allem den im Konzept zu In- ternationalen Wirtschaftskooperationen festgelegten 14 Zielländern komme da- bei eine tragende Rolle zu. Zukünftig stehen diese Märkte im Fokus von Ber- liner Politik und Verwaltung. In diesem Zusammenhang verkündete Pop die Öffnung des Berliner Auslandsbüros in Peking. Über das Büro sollen sowohl chi- nesische Investoren und Unternehmen auf Berlin aufmerksam gemacht werden als auch Berliner Firmen eine Anlaufstel- le erhalten (s. auch S. 32). Bei der Podiumsdiskussion gaben unter anderemRichard Kühnel, Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland, sowie Vertreter der Länder Polen, Großbritannien, USA und China ihre Einschätzungen zu aktuellen The- men wie Brexit oder US-Zollpolitik. Da- bei definierten sie auch Aufgaben für die hiesige Politik, um die Hauptstadtregion als Investitionsstandort international be- kannter zu machen. In den Talkrunden berichteten Berliner Unternehmen von ihren Internationalisierungsbestre- bungen. Die Geschäftsführer der Start- ups EyeEm und Qunomedical erläu- terten auch die Schwierigkeiten, die mit dem Markteintritt im Ausland einherge- hen. Dr. Sebastian Scheiding, Geschäfts- führer der Astro- und Feinwerktechnik Adlershof, und Dr. Frank Lerch, Ge- schäftsführer vom Kompetenznetz Op- tische Technologien (OpTecBB), be- schrieben dagegen die Kooperations- möglichkeiten zwischen Unternehmen und internationalen Forschungseinrich- tungen. Zum Abschluss der Konferenz kündigten die Vorsitzenden der Fachaus- schüsse „Internationalisierung“ der IHKs Berlin und Potsdam an, gemeinsam über weitere Kooperationsmöglichkeiten dis- kutieren zu wollen. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop, Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber und IHK-Präsidentin Dr. Beatrice Kramm (v. l.) üben den Schulterschluss ßenhandels für die Wirtschaftskraft un- serer Hauptstadtregion ist es wichtig, dass die Politik die innovativen und ex- portstarken Hidden Champions im Au- ge behält und eine Willkommenskul- tur für ausländische Unternehmen und Investoren unterstützt.“ Eine Einschät- zung, die Brandenburgs Wirtschafts- minister Albrecht Gerber und Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop tei- len. „Firmen wie Rolls-Royce oder die PCK Raffinerie in Schwedt tragen we- sentlich zu Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung im Land bei“, hob Ger- ber die Bedeutung des ausländischen Engagements in Brandenburg hervor. Pop bestätigte, dass die Berliner Wirt- schaft ihr langjähriges Wachstum auch
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